Warum ist in der Chai Kola weniger Kohlensäure als in einer anderen Cola?

Auch in der Abfüllung wollen wir so natürlich wie möglich arbeiten und haben uns deshalb entschlossen unsere Limonade nach der Abfüllung heiß zu pasteurisieren.

Old Shool sozusagen.

Das geht allerdings nicht mit dem Kohlensäuregehalt einer normalen Cola. Die Flaschen würden sonst unter dem Druck zerplatzen.

Wie machen das dann aber andere Limonadenhersteller?

Zum Beispiel mit dem Konservierungsstoff E 242, der auch unter dem Namen Dimethyldicarbonat bekannt ist. Er wird in der Lebensmittelindustrie als sogenanntes Kaltentkeimungsmittel eingesetzt. Der Konservierungsstoff E 242 wird in der Lebensmittelindustrie stets in geschlossenen Systemen kurz vor der Abfüllung Getränken zu gegeben. E 242 zerfällt unmittelbar nach der Zumischung zu den Getränken unter Bildung von Methanol und Kohlendioxid. Da weder Methanol noch Kohlendioxid eine konservierende Wirkung haben, ist
E 242 auch nicht deklarationspflichtig. Steht also nicht auf dem Etikett unter Inhaltsstoffe. Steht überhaupt nicht auf dem Etikett um es mal deutlich zu sagen!

E 242 gilt zwar als unbedenklich, aber der Stoff sollte zukünftig deklariert werden, denn obwohl E 242 sich kurz nach der Zumischung zersetzt, ist es doch für kurze Zeit ein hochreaktiver Stoff, der nicht nur konservierend wirkt, sondern auch mit den Getränkeinhaltsstoffen reagieren kann. Und wenn es sich zersetzt, entstehen kleine Mengen eines giftigen Stoffes namens Methylcarbamat. Dieser ist dafür bekannt, dass er Asthmaanfälle auslösen kann. In den mit Dimethyldicarbonat behandelten Getränken darf Methylcarbamat daher nicht nachweisbar sein. Pro Liter darf nur 250 mg dieses Zusatzstoffes beigefügt werden.

Uns ist auch das noch zu viel!

Lieber weniger Kohlensäure und dafür heiß sterilisiert. Das machten schon unsere Vorfahren so und sind immer gut damit gefahren.

Außerdem ist zu viel Kohlensäure auch nicht so prickelnd für den Körper…

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